2025
Gentechnik in Deutschland: Forschung zwischen erwünschten Zielen und abgelehnter Technik

Öffentliche Abendveranstaltung, 02.12.2025, 18:00-19:45
Kaiserin-Friedrich-Haus, Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin, Hörsaal
Anlässlich der aktuellen Broschüre „Im Fokus: Forschungshemmnisse und -chancen in Deutschland“ lud die AG Gentechnologiebericht zu einer öffentlichen Abendveranstaltung ein.
Nach einer Einführung von Boris Fehse stellte Sina Bartfeld die Potenziale der Organoidforschung für Alternativmethoden zu Tierversuchen vor. Ralf Müller-Terpitz ging auf die rechtliche Grundlage für die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen ein. Stephan Clemens beleuchtete die aktuelle Situation für Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen und deren Bedeutung und Tobias Erb erläuterte, wie vermeintliche Sicherheitsbestimmungen in der Weißen Biotechnologie abgebaut werden könnten. Boris Fehse moderierte den Abend.
Vortragende und Diskutierende:
Prof. Dr. Boris Fehse: Professor für Zell- und Gentherapie am UK Hamburg-Eppendorf und Sprecher der AG Gentechnologiebericht
Prof. Dr. Sina Bartfeld: Professorin für Medizinische Biotechnologie, Technische Universität Berlin
Prof. Dr. Ralf Müller-Terpitz: Direktor des Instituts für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik, Universität Mannheim
Prof. Dr. Stephan Clemens: Professor für Pflanzenphysiologie an der Universität Bayreuth
Mitglied der AG Gentechnologiebericht
Prof. Dr. Tobias Erb: Direktor des Max-Plack-Instituts für terrestrische Mikrobiologie, Marburg; Professor für Mikrobiologie, Philipps-Universität Marburg
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Neue genomische Techniken in der Pflanzenzüchtung: Chancen und Herausforderungen für Europa

Öffentliche Abendveranstaltung, 24.06.2025, 18:00-19:45
Kaiserin-Friedrich-Haus, Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin, Hörsaal
Anlässlich des Erscheinens ihrer aktuellen Broschüre „Im Fokus: Genomeditierung von Pflanzen“ und des Ende Juni anstehenden Wechsels der Präsidentschaft des Rates der EU, lud die AG Gentechnologiebericht zu einer öffentlichen Abendveranstaltung ein.
Die Debatte um gentechnisch veränderte Pflanzen in Europa steht an einem Wendepunkt. Die Entwicklung neuer genomischer Techniken (NGT), insbesondere der Genomeditierung mittels CRISPR/Cas, hat die Pflanzenforschung grundlegend verändert und erfordert eine neue Bewertung genetischer Veränderungen an Pflanzen. Diese Technologien bieten enorme Potenziale für eine nachhaltigere und klimaschonendere Nahrungsmittelproduktion, werfen aber auch wichtige regulatorische Fragen auf. Vor dem Hintergrund des aktuellen EU-Gesetzgebungsprozesses zur Regulierung von NGT in der Pflanzenzüchtung hat auch die Debatte um die Genomeditierung von Pflanzen eine neue Dynamik erhalten. Die EU steht vor zentralen Entscheidungen: Wie kann eine evidenzbasierte Regulierung aussehen? Welche Auswirkungen hat der aktuelle Gesetzgebungsprozess auf Landwirtschaft, Wissenschaft und Wirtschaft? Und welche Potenziale bietet die Genomeditierung für nachhaltige Agrarsysteme? Die Veranstaltung sollte einen Beitrag zu einer sachorientierten Debatte leisten.
Nach einer Begrüßung von Boris Fehse und einer Einführung von Stephan Clemens gab Holger Puchta ein Update zur rasanten technischen Entwicklung der auf CRISPR/Cas basierenden Methoden zur Pflanzengenomeditierung. Markus Gierth ging auf die Perspektive der kleinen und mittelgroßen Pflanzenzüchtungsbetriebe auf NGT ein. Michael Kock beleuchtete die besonders umstrittenen wie komplexen Fragen rund um die Patentierung von NGT-Pflanzen. Urs Niggli erläuterte, wie die organische Landwirtschaft von Methoden der Genomeditierung profitieren könnte. Stephan Clemens moderierte den Abend.
Vortragende und Diskutierende:
Prof. Dr. Boris Fehse: Professor für Zell- und Gentherapie am UK Hamburg-Eppendorf und Sprecher der AG Gentechnologiebericht
Prof. Dr. Stephan Clemens: Professor für Pflanzenphysiologie an der Universität Bayreuth
Mitglied der AG Gentechnologiebericht
Prof. Dr. Holger Puchta: Leiter des Joseph Gottlieb Kölreuter Instituts für Pflanzenwissenschaften am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Dr. Markus Gierth: Referent für Pflanzeninnovation im Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V.
Dr. Dr. Michael A. Kock: Europäischer und Schweizer Patentanwalt, Basel (Schweiz)
Prof. Dr. Urs Niggli: Präsident des Instituts für Agrarökologie, Aarau (Schweiz)