Thema: Gentechnik bei Nutztieren
Im Jahr 2006 wurde erstmals ein Blutgerinnungsmittel aus der Milch gentechnisch modifizierter Ziegen auf den Mark gebracht. Derzeit erforscht man verstärkt die mögliche Verbesserungen der Produktqualität, optimalere Krankheitsresistenzen sowie Veränderungen von umweltrelevanten Variablen. Ein weiterer Bereich, in dem gentechnisch modifizierte Tiere potenziell eingesetzt werden könnten, ist die Xenotransplantation. Hierbei erhofft man sich eine bessere Eignung der Tiere als Organspender.
Während der Einsatz der Gentechnik bei Nutztieren einerseits eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet, weckt er andererseits Bedenken: Wie steht es um die Sicherheit der Anwendungen? Ist es moralisch unbedenklich, gentechnische Anwendungen bei Nutztieren für die unterschiedlichsten Zwecke in Betracht zu ziehen? Wird das Wohlergehen der Tiere durch den Gentechnikeinsatz beeinflusst? Wo besteht juristischer Regelungsbedarf?
Zu diesem Themenfeld fand im Herbst 2007 eine gemeinsam mit der Europäischen Akademie organisierte internationale Tagung mit dem Titel "New applications of genetic engineering in livestock" (Programm, pdf) statt. Die Dokumentation ist bei Springer (Berlin/Heidelberg) erschienen: Genetic engineering in livestock. New
applications and interdisciplinary perspectives. Herausgegeben von Margret Engelhard, Kristin Hagen und Mathias Boysen. ISBN: 978-540-85842-3, 146 Seiten, 53,45 €.
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