Thema: Gendiagnostik
Der molekulargenetischen Diagnostik kommt als einer der Anwendungen der Gentechnologie in der medizinischen Praxis bereits heute und verstärkt noch in absehbarer Zukunft eine zentrale Bedeutung zu.
Die molekulargenetische Diagnostik erlaubt es unter anderem, genetisch bedingte Ursachen oder Veranlagungen zu Krankheiten bereits lange vor Ausbruch der eigentlichen Krankheit zu bestimmen. Hierbei wird zwischen diagnostischen Tests (zur Feststellung einer konkreten Erkrankung) und prädiktiven Tests (zur Prognose eines Krankheitsrisikos) unterschieden. Gendiagnostik ist derzeit die wichtigste Anwendung der Gentechnologie in der Medizin. Das hat vor allem zwei Gründe: Erstens gibt es kaum eine Erkrankung, an der Erbanlagen nicht beteiligt sind. Zweitens entwickelt sich die genetische Diagnostik mit atemberaubendem Tempo. Gleichzeitig beunruhigen die noch unabsehbaren diagnostischen Möglichkeiten schon jetzt viele Menschen, wie die Debatte um die vorgeburtliche Diagnostik zeigt.
Die Arbeitsgruppe dokumentiert die wissenschaftliche und technische Entwicklung der genetischen Diagnostik sowie die möglichen Anwendungen einschließlich ihrer rechtlichen Dimensionen. Weitere Punkte sind unter anderem: die forensische Anwendung der Molekulargenetik, die Präimplantationsdiagnostik, die gesundheitsökonomische Perspektive und die Möglichkeit eines präventiven Zwangs.
mehr zum Thema in unseren Publikationen
- Zweiter Gentechnologiebericht (2007), S. 109 ff.
- Themenband „Gendiagnostik in Deutschland“ (2007)
-
erster Gentechnologiebericht (2005), S. 159 ff.
Links zum Thema Gendiagnostik
Poster "Berichtsarbeit zur Gendiagnostik"